Leberkrankheiten - Eisenüberladung (Hyperferritinämie)
Die Eisenüberladung beschreibt eine übermässige Ansammlung von Eisen in der Leber und anderen Organen, die langfristig gesundheitliche Schäden verursachen kann.
Häufige Ursachen:
- Metabolische Hyperferritinämie: Im Zusammenhang mit Übergewicht, Diabetes, Fettleber und dem metabolischen Syndrom
- Erbliche Hämochromatose: Eine genetische Erkrankung, bei der der Körper übermäßig Eisen aus der Nahrung aufnimmt. Häufig bei Menschen europäischer Abstammung
Sekundäre Ursachen:
- Wiederholte Bluttransfusionen
- Chronische Lebererkrankungen (Hepatitis, Leberzirrhose)
- Seltene Stoffwechselstörungen
Symptome
Die Symptome hängen von der Ursache und dem Fortschreiten der Eisenüberladung ab:
- Metabolische Hyperferritinämie: Meist symptomlos
- Erbliche Hämochromatose (In fortgeschrittenen Stadien):
- Müdigkeit und Gelenkschmerzen
- Bronzefarbene Hautverfärbung
- Leberschäden (z. B. Zirrhose)
- Diabetes
- Herzprobleme und hormonelle Störungen
Unbehandelt kann die Erkrankung schwere Komplikationen wie Leberkrebs, Herzversagen oder Diabetes verursachen.
Untersuchungen zur Diagnose
Die Diagnose umfasst verschiedene Tests, um die Ursache und das Ausmaß der Eisenüberladung zu klären:
- Blutuntersuchungen: Messung der Leberwerte und –funktion, Eisenspeicher, Blutzucker, Cholesterin, bei Verdacht genetische Abklärung (HFE-Mutation)
- Leber-Elastographie oder MRT-basierte Eisenmessung
- In speziellen Fällen: Leberbiopsie zur genauen Beurteilung des Schadens
Therapie
Die Behandlung richtet sich nach der Zugrunde liegenden Ursache der Eisenüberladung:
Metabolische Hyperferritinämie:
- Gewichtsreduktion
- Gesunde Ernährung
- Körperliche Aktivität
Erbliche Hämochromatose:
- Aderlass (Phlebotomie)
- Bei Unverträglichkeit eisenbindende Medikamente (Chelat-Therapie)
- Ergänzend angepasste Ernährung mit Verzicht auf zu viel rotes Fleisch und Alkohol